Pressemitteilung

Windenergieanlagen visualisiert – ar4wind testet die neuartige App

Digitale Feldversuche zu der optischen Wirkung neuer Anlagen im Landschaftsbild

Im Rahmen des öffentlich geförderten Forschungsvorhabens ar4wind fanden von April bis Juni 2022
vier Praxistests zu der Erprobung einer neuartigen Visualisierungs-App statt. Hierbei wurde untersucht,
wie mit mobiler Augmented Reality-Technologie (mAR) Beteiligungsprozesse für Windenergieplanungen
unterstützt werden können, und inwiefern sich durch die Nutzung eines Visualisierungstools, einer
App auf dem iPad, die Beurteilung geplanter Windenergieanlagen verändert.

Die Praxistests fanden im Rahmen von laufenden WEA-Anwendungsfällen unter realen Bedingungen
und dem direkten Einbezug der zukünftigen Nutzergruppen statt. Die Zielgruppe der Tests bestand
dabei sowohl aus Projektentwicklern undLandesenergieagenturen als auch Planungsbüros und am Prozess
Interessierten.
Die Tests wurden von Vertretern der Projektpartner – Bettina Bönisch und Yannick Bogumil der FA
Wind, Stefan Kauling und Sebastian Quasinowski von Landplan OS, Katja Weibrecht, Vera Bartolovic
und Emil Herzog von der EPC gGmbH, sowie Marco Brombeis von der HTW Berlin – begleitet. An jedem
Praxistest haben die Teilnehmer*innen über mehrere Standorte hinweg die Bedienung der App erprobt
und konnten neue Windenergieanlagen in ihrer Größe, ihrem Standort und ihrer Wirkung im
Landschaftsbild besprechen. Ziel dieser Praxistests und langfristig auch das Ziel von ar4wind ist es,
Planungsinhalte dadurch verständlich und nachvollziehbar zu machen.
Der Einsatz eines solch flexiblen Tools wurde in den Praxistests durchweg begrüßt und positiv bewertet.
Das Potential steckt dabei vor allem bei der Vorbereitung als auch der Durchführung von Verfahren
zur Öffentlichkeitsbeteiligung.

Die Ideen und fachlichen Anregungen dienen den Forschungspartnern als Basis für die Weiterentwicklung
und Optimierung des geplanten AR-Visualisierungstools. Die erste umfangreiche Testphase zur
Untersuchung von Wirkungen und zur Bedienbarkeit des Tools ist nun abgeschlossen. Eine weitere ist
für das Frühjahr 2023 vorgesehen.
Planungsverantwortliche Akteure in Windenergieprojekten und Bürgerbeteiligungsformaten mit Interesse
an der praktischen Erprobung dieses Visualisierungs-Tools können sich gern bei den Projektverantwortlichen
melden.


 
 
 

Kurzmitteilung 27. April 2022

ar4wind geht in die erste Stufe der Praxistests und erprobt die neuartige Visualisierungs-App

Praxistest

Zwischen April und Juni 2022 erproben wir in einer ersten Reihe von Tests, wie mit mobiler Augmented Reality-Technologie (mAR) Beteiligungsprozesse für Windenergieplanungen unterstützt werden können. Wir untersuchen, inwiefern sich durch Nutzung eines Visualisierungstools, einer App auf dem iPad, die Beurteilung geplanter Windenergieanlagen verändert. Wie bedienungsfreundlich diese App ist und wie sie vor Ort am besten in die Öffentlichkeitsbeteiligung eingebunden werden kann, wollen wir in den Blick nehmen.

Die Praxistests finden im Rahmen von laufenden WEA-Anwendungsfällen unter realen Bedingungen und dem direkten Einbezug der zukünftigen Nutzergruppen statt. Die Zielgruppe der Tests besteht aus sowohl Projektentwicklern, Landesenergieagenturen als auch Planungsbüros und am Prozess Interessierten.

Hier finden Sie weitere Informationen über die Tests, sowie den Fragebogen und die Datenschutzerklärung.

Praxistest Anscheiben
Praxistest Einwilligungserklärung
Praxistest Fragebogen


 
 
 

Ergebnis-Bericht

Öffentlichkeitsbeteiligung in der Regional-, Bauleit- und Genehmigungsplanung

Ergebnisse der ersten Projektphase

Pressemitteilung 30. November 2021

Augmented Reality in der Windenergieplanung – Bürgerbeteiligung 2.0?

ar4wind im Dialog mit zukünftigen Nutzer*innen zu Anforderungen an neuartige Visualisierungs-App

Im Rahmen des öffentlich geförderten Forschungsvorhabens ar4wind fand am 24. November 2021 der
Online-Workshop ‚Möglichkeiten und Grenzen der mobilen Augmented-Reality-Technologie (mAR) bei
der Planung von Windenergieanlagen‘ statt. Circa 20 Vertreter*innen aus Kommunen und Landesenergieagenturen,
von Windenergieunternehmen, aus der Regionalplanung und professionellen Prozessbegleitung
diskutierten aus Nutzersicht die wesentlichen Anforderungen an ein Tool zur mobilen Vor-
Ort-Visualisierung von Windenergieanlagen. Der Workshop wurde von den Umweltinformatikern Simon
Burkard und Prof. Dr. Frank Fuchs-Kittowski von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
(HTW Berlin) als Forschungspartner des Projektvorhabens organisiert. Unter deren Leitung lernten die
Teilnehmenden zunächst konkrete Anwendungsfelder der mobilen AR-Technologie grundlegend kennen.
Darauf aufbauend konnten die Workshop-Teilnehmenden ihre jeweiligen Bedarfe und Anforderungen
sowie Anwendungsideen für mAR im Rahmen der Bürgerbeteiligung gemeinsam identifizieren
und diskutieren. Zum Abschluss des Workshops stellte Stefan W. Kauling vom Technikpartner LandPlan
OS GmbH die Funktionsweise einer ersten Demonstrator-Anwendung (MoDal-MR) zur mAR-Visualisierung
von Windenergieanlagen in den Grundzügen vor.

ar4wind untersucht mögliche Verbesserungen von Bürgerdialogen durch innovative mAR-Technik. Der
Einsatz einer App wurde einhellig begrüßt. Vor allem als Kommunikationsinstrument stecke in der
Technologie zukünftig ein großes Potenzial. Überwiegend bei der internen Vorbereitung von Verfahren
zur Öffentlichkeitsbeteiligung wolle man sich dieses flexible Tool zunutze machen. So gelänge es sicherlich,
„auch an Orten, wo wir bislang mit den Bürgerinnen und Bürgern über die Windenergienutzung
noch gar nicht ins Gespräch gekommen sind, zukünftig Planungen verständlicher und konkreter
erlebbar zu machen.“

Die Ideen und fachlichen Anregungen dienen den Forschungspartnern als Basis für die Weiterentwicklung
und Optimierung des geplantes AR-Visualisierungstools. Eine erste umfangreiche Testphase zur
Untersuchung von Wirkungen und zur Bedienbarkeit des Tools ist für das Frühjahr 2022 vorgesehen.
Planungsverantwortliche Akteure in Windenergieprojekten und Bürgerbeteiligungsformaten mit Interesse
an der praktischen Erprobung dieses Visualisierungs-Tools melden sich bitte bei den Projektverantwortlichen.